Ausrüstung


Mein Foto-Equipment

Immer wieder höre ich Sätze wie „Wow, tolle Bilder, aber Du hast ja auch eine gute Kamera – klar, dass da die Bilder toll werden“.

Mir kommt dann immer die folgende Anekdote in den Sinn, die ich so oder so ähnlich mal irgendwo gelesen habe: Eines Tages geht ein Fotograf in ein Restaurant und während er auf das Essen wartet, zeigt er seiner Begleitung ein paar Fotos, die er kürzlich gemacht hat. Als der Koch das Essen bringt, sieht er die Fotos und schwärmt in höchsten Tönen: „Fantastische Aufnahmen, was müssen Sie für eine tolle Kamera haben!“ Nach dem Essen kommt der Koch und erkundigt sich, ob alles recht war. Da erwidert der Fotograf: „Vielen Dank, das Essen war vorzüglich – Sie müssen ja richtig gute Töpfe und Pfannen haben!“…

Gut, was will ich damit sagen? 😉

Im Grunde sind Kameras, Objektive und auch alles weitere Zubehör Blitze, Lichtformer etc. letztlich nur Werkzeuge, um das Bild überhaupt machen zu können. So wie der Koch seine Töpfe, der Maler seinen Pinsel und der Taxifahrer sein Auto braucht, um seine Arbeit auszuführen, so braucht jeder Fotograf seine Fotoausrüstung. Das eigentliche Bild aber, das macht der Fotograf und nicht die Kamera.

Nichtsdestotrotz bin ich ziemlich Technik-verliebt und bei nicht wenigen Ausrüstungsteilen kommt das Haben-Wollen-Gen zum Vorschein 😀

Und da ich immer wieder mal darauf angesprochen werde, mit welcher Ausrüstung ich eigentlich arbeite, stelle ich Euch die einzelnen Komponenten sehr gerne vor und erkläre Euch, welches Equipment für welche Shootings zum Einsatz kommt.

 

Meine Kameras

2x Canon EOS 5D Mark III

Ein Traum von Kamera. Als ich sie das erste Mal in die Hand nahm, wusste ich, dass die 5D Mark III das richtige Modell für mich ist. Nicht nur der hochauflösende Vollformat-Sensor, der sehr gute Autofokus, die zwei Speicherkarten-Slots oder der für Trauungen ideale Silent-Modus,  sondern auch die zahlreichen individuellen Einstellungsmöglichkeiten machen diese Kamera zu einem perfekten Allrounder. Ich liebe diese Kamera und habe daher auf Hochzeiten gleich zwei identische Modelle dabei. Der dazu passende Batteriegriff BG-E11 enthält einen zweiten Multicontroller, der im Hochformat unglaublich nützlich ist.

Canon EOS 1D Mark III

Den schweren Body aus der 1er-Profiserie schüttelt so schnell nichts ab. Der Autofokus mit 45 Feldern sorgt in Kombination mit satten 10 Bildern die Sekunde auch in Situationen wo es schnell gehen muss für sehr gute Ergebnisse. Das äußerste massive und robuste Gehäuse hält auch bei Regen einiges aus und ist daher für den Einsatz im Freien bei schlechtem Wetter die erste Wahl bei Hochzeitsreportagen. Die 1er ist mein Arbeitstier, das für nahezu jede Situation die passende Antwort bereit hält und als Backup fungiert. Auch wenn das Modell schon einige Jahre auf dem Buckel hat, handelt es sich nach wie vor um ein absolutes Profi-Gerät.

GoPro HERO3+ Silver Actionkamera

Wenn mal ein Video nötig ist oder ein kleines Making-Of abgedreht werden soll, dann kommt die Action-Kamera zum Einsatz. Ich finde es jedes Mal erstaunlich, welche Qualität aus diesem kleinen robusten Ding zu holen ist.

 

Meine Objektive

Sigma 35mm f/1.4 DG HSM

Die neue „Art“-Serie von Sigma beschert mir eine große Freude. Ich habe es als Ersatz für mein Canon EF 50mm f/1.4 USM Normalobjektiv geholt, mit dem ich zwar jede Menge tolle Fotos gemacht habe, aber nie so 100%ig glücklich war. Das neue 35mm von Sigma ist mein einziges Fremdherstellerobjektiv und schlägt das Canon Pendant (Canon EF 35mm f/1.4 L USM) vor allem in der Bildschärfe. Die Brennweite ist die perfekte Reportagebrennweite für Hochzeiten und Dank der hohen Lichtstärke bei einer Offenblende von f/1.4 zaubert das Objektiv ein tolles Bokeh. Außerdem ist es klasse verarbeitet, sieht sehr edel aus und ist auch haptisch ein Traum.

Canon EF 85mm f/1.8 USM

Die klassische Portraitbrennweite glänzt mit einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Autofokus ist rasend schnell, die Freistellung für Portraits hervorragend und die Abbildungsleistung auch bei Offenblende sehr zufriedenstellend. Störend sind ein wenig die starken Farbsäume bei offener Blende, aber die lassen sich bei der Nachbearbeitung sehr gut in den Griff bekommen. Im Vergleich zur L-Variante mit Blende 1.2 ist der kleine Bruder deutlich günstiger, aber auch leichter und wesentlich schneller. Ein Kauftipp und eine meiner Lieblingslinsen im Vollformat.

Canon EF 100mm f/2.8 L IS USM

Diese knackig scharfe Makro-Festbrennweite mit Bildstabilisator eignet sich nicht nur für Makroaufnahmen wie Hochzeitsringe sondern auch für Beautyaufnahmen und Close-Up Portraits. Es gibt nur wenige Objektive, die das 100mm L in Sachen Schärfe Paroli bieten können. Auch wenn es seit dem ich das 135mm f/2.0 habe nicht mehr ganz so oft zum Einsatz kommt, ist und bleibt es eine meiner Lieblingslinsen.

Canon EF 135mm f/2.0 L USM

Diese traumhafte Festbrennweite ist ein echtes Bokehwunder. Dank der Brennweite und der großen Offenblende von f/2.0 zaubert das Telebjektiv einen fantastischen Unschärfebereich und ist trotzdem gestochen scharf. Eine Traumlinse für Kopf-, Oberkörper- und Dreiviertelportraits. Kommt sie zum Einsatz heißt es wieder, „Bokehlicious“ 🙂

Canon EF 16-35mm f/4.0 L IS USM

Am liebsten fotografiere ich mit Festbrennweiten. Daher habe ich nur wenige Zoomobjektive im Einsatz. Im Ultraweitwinkelbereich ist das relativ neue 16-35mm mit Bildstabilisator das erste Ultraweitwinkel von Canon, dass mich mit seiner Auflösung auch in den Randbereichen überzeugt hat. Es kommt nicht besonders häufig zum Einsatz, aber gerade für Übersichtsaufnahmen bei Hochzeiten oder auch mal spannenden Portraits im Gegenlicht zaubert die Linse einen atemberaubenden Ausschnitt am Vollformat.

Canon EF 70-200mm f/2.8 L IS USM II

Das ist das leistungsstärkste Zoom-Objektiv, das ich kenne. Der Tele-Bomber ist teuer und schwer aber jeden Cent und jedes Gramm wert. Die Schärfe des Objektivs ist bereits bei Offenblende gigantisch und steht auch in den sonstigen Abbildungsleistungen Festbrennweiten in kaum etwas nach. Der Autofokus ist absolut treffsicher und unglaublich schnell. Für Hochzeiten ist das Objektiv sowohl für Kirchen als auch für die Reportage das ideale Objektiv. Auch die Freistellung ist am Vollformat bei 200mm mehr als ordentlich.

 

Lichttechnik

Canon Speedlite 430 EX II

Der mittlere Blitz arbeitet zuverlässig sowohl manuell als auch im E-TTL Modus. Manchmal dürfte es gerne etwas mehr Power sein. Hier nehme ich dann aber entweder (portable) Studioblitze oder aber Reflektoren von California Sunbounce.

Yongnuo YN-568EX II

Das Flagschiff aus dem Hause Yongnuo beherrscht nicht nur das Canon E-TTL-Protokoll, sondern kann sogar HSS für Verschlusszeiten unterhalb der üblichen Grenze. Es hat für einen Systemblitz ordentlich Power, ist frei dreh- und schwenkbar und für eine Drittfirma aus China unglaublich robust gebaut. Der Blitz steht dem Canon-Pendant in kaum etwas nach und ist die ideale Ergänzung.

Yongnuo YN-622C (E-TTL Transreceiver)

Die Transreceiver (Sender und Empfänger in einem) sind ein großartige Entwicklung der chinesischen Firma. Die Funk-Fernauslöser übertragen sogar TTL-Signale der Blitze, sind schnell und einfach zu bedienen und funktionieren mit normalen Akkus. Dazu kommt ein praktisches Autofokus-Hilfslicht für dunklere Umgebungen.

Jinbei FL-II Porty 400 Ws

Der Jinbei Freelander ist ein portables Studioblitzgerät, das über einen Lithium-Akku auch überall dort eingesetzt werden kann, wo keine Steckdosen sind. Durch seine hohe Leistung eignet sich der Jinbei vor allem, um mitten am Tag gegen die Sonne zu blitzen und den typischen Porty-Look rauszuholen.

Jinbei DPs III Pro 300 Ws

Die DPs III Pro Serie der Studioblitze von Jinbei ist die Profi-Serie der chinesischen Firma. Mein Modell mit 300Ws hat für unsere Einsatzzwecke genug Power und ein ausreichend starkes Einstelllicht. Toll ist auch die Möglichkeit, den Blitz über die optional erhältliche Fernbedienung über Funk fernzusteuern. Gerade beim Einstaz an einem Galgenstativ ist sowas unheimlich praktisch.

Jinbei Softbox K 70×100 cm und Octabox K 150 cm

Die „K“-Serie von Jinbei zeichnet sich durch ihre Schirmtechnik aus, bei der die Softboxen in Sekundenschnelle aufgespannt werden können. Ein lästiges und schweißtreibendes ineinanderstecken von Alurohren entfällt hierbei. Das Licht ist schön weich und kann Dank der zusätzlichen Waben auch gut gerichtet werden. Die riesige Octabox mit einem Durchmesser von 150 cm zaubert ultra weiches Licht.

Jinbei Beautydish 50 cm weiß

Die Beautydish von Jinbei ist Indoor wie Outdoor ein hervorragender Lichtformer und kommt bei mir vor allem bei Beautyportraits oder kleineren Gruppen zum Einsatz. Durch den Adapter für Aufsteckblitze lässt sich die Dish auch sehr gut On Location mit einem Speedlite verwenden und kann auch dabei überzeugen.

California Sunbounce Sun-Swatter Pro (-2/3 Diffusor)

Der große Abschatter ist ein echtes Geschenk bei Aufnahmen mitten am Tag. Durch den komfortablen Boomstick kann der Abschatter einfach über dem Model plaziert werden und wirkt wie eine große Sonnen-Softbox. Das ergibt ein schönes weiches Licht ohne harte Kontraste und Schatten im Gesicht wie in den Augen oder unter der Nase oder dem Kinn.

California Sunbounce Reflektor Mini (Silber)

Möchte man beim Bouncen wirklich gute Ergebnisse erzielen, führt eigentlich kein Weg an California Sunbounce vorbei. Die Teile sind einfach unglaublich praktisch, gut verarbeitet und super-leicht. Wir haben daher gleich zwei verschiedene Reflektoren im Portfolio: der Mini ist entgegen dem Namen groß genug, um eine Person damit schön auszuleuchten. Die Silberbeschichtung garantiert eine natürliche, unverfälschte Lichtfarbe. Desweiteren haben wir noch einen…

California Sunbounce Reflektor Pro (Zebra)

Der Pro Sunbounce ist wirklich riesig. Ein Paar oder sogar eine kleine Gruppe lässt sich damit super ausleuchten. Außerdem ist es gut möglich, mit dem Reflektor abzuschatten und die direkte Sonne vom Modell abzuhalten. Bei dem großen Sunbounce haben wir uns für die Zebra-Beschichtung entschieden. Dabei handelt es sich um ein Zickzack aus Silber und Gold. Diese ist im Gegensatz zu Silber etwas wärmer und senkt die Farbtemperatur um ca. 400 Kelvin. Das Licht wirkt selbst an trüben Tagen schön sonnig und lässt die Hauttöne gesund und bräunlich wirken. Dadurch ist die Zebra-Variante ideal für die Porträt- und Hochzeitsfotografie.

 

Stative und Köpfe

Manfrotto 055XPROB (Stativ)

Ein absoluter Klassiker von Manfrotto. Das Stativ ist recht schwer, aber steht dafür auch bombenfest. Mehr braucht man eigentlich nicht.

Manfrotto 496RC2 (Kugelkopf)

Der dazugehörige Kugelkopf ist komfortabel und für unsere Anwendungen gut geeignet.

Jinbei DBJ-1 Boom Set und 2x JB-250 Lampenstative

Für die Befestigung von Studioblitzen und dem Porty sind die Jinbei Lampenstative und das Galgenstativ im Einsatz. Diese bestehen aus stabilem Stahl, sind sehr robust und ideal für unsere Zwecke.

 

Taschen und Gurte

SpiderPro Camera Holster für Lowepro S&F

Am Anfang stand die Frage: Schultergurt oder Hüftgurt. Nachdem ich längere Zeit nur den BlackRapid R-Strap im Einsatz hatte, war die Entscheidung für mich zugunsten des Schultergurts klar. Doch so toll der Gurt auch ist: bei langen Einsätzen wird das hohe Gewicht ziemlich anstrengend für die Schultern und den Rücken. Das Holster-System von SpiderPro schafft hier Abhilfe. Manchmal komme ich mir vor, wie in einem Western-Duell, wenn man die Kamera, die über einen Pin in dem Holster befestigt wird, wie ein Colt zieht. Schnell, einfach, sicher. Und das Beste: es muss sich gar nicht die Frage stellen, ob Hüftgurt ODER Schultergurt – es lässt sich beides hervorragend kombinieren 🙂

BlackRapid R-Strap Yeti (Schnellzugriff-Gurt)

Eine meiner besten Anschaffungen überhaupt. Die Kamera hängt einseitig auf der Hüfte und wird von dem Gurt über einen Karabinerhaken am Stativgewinde gehalten. Das Ganze hält bombenfest, ist absolut sicher und vorallem praktisch und schnell. In einem Bruchteil einer Sekunde lässt sich die Kamera am Gurt nach oben schieben und man ist sofort „schießbereit“. Zuerst hatte ich den Blackrapid RS-7 Curve und bin dann auf die „Yeti“-Version gewechselt – denn hier lassen sich bei Bedarf sogar zwei Kameras befestigen. Dabei sitzt das Schulterpolster auf der linken Schulter und die Hauptkamera hängt diagonal, also an der rechten Hüfte. Ein zweiter Gurt kann senkrecht an der linken Hüfte hängen. In Kombination mit einem Lowepro S&F Technical Belt und dem SpiderPro Holster perfekt.

Lowepro Street & Field (S&F) Deluxe Technical Belt

Den große Hüftgurt des modularen Systems verwende ich in Kombination mit dem SpiderPro Kamera-Holster. Anfangs hatte ich immer nur meinen BlackRapid Schultergurt, aber gerade bei längeren Shootings und Hochzeiten gehen die 2-3 kg Gewicht schon ganz schön auf den Rücken. Seit ich den Hüftgurt habe, kann ich in diesem Punkt viel entspannter an die Sache gehen. Dazu kommt die flexible Einsatzmöglichkeit Dank des modularen Aufbaus.

Lowepro Magnum 650 AW (Schultertasche)

Die riesige Schultertasche beheimatet den Großteil meiner Ausrüstung. Neben zwei professionellen Spiegelreflexkameras und ca. 6-8 Objektiven und Systemblitzen, findet auch ein Notebook bis 15 Zoll oder ein iPad darin Platz. Die Tasche allein wiegt bereits knapp 3 kg und schützt das Equipment sehr gut. Der Boden besteht aus einem gegossenen, wasserabweisenden Material und die komplette Tasche lässt sich mit einem Regencover überziehen.

Lowepro Urban Photo Sling 250 (Slingtasche)

In die Sling-Tasche passt eine Kamera mit aufgesetztem Objektiv und noch 1-2 weitere Objektive. Daher ist die Tasche gut für kleinere Aufträge oder Shootings, bei denen nicht die komplette Ausrüstung erforderlich ist. Sie sitzt angenehm auf dem Rücken und kann über eine Seite schnell nach vorne geholt werden. Entnehmen lassen sich die Sachen wie in einem einfachen Top-Loader.

Lowepro TLZ 1 (Toploader)

Die kleinste Tasche bietet lediglich den Platz für eine Kamera mit kleinem Objektiv. Eigentlich mehr eine Spielerei oder für Backup-Kameras.

 

Kleinutensilien

SanDisk Speicherkarten (SD und CF)

Bei den Speicherkarten verlasse ich mich in erster Linie auf SanDisk. Die Karten sind langlebig und schnell. Bisher ist mir zum Glück noch keine einzige Karte kaputt gegangen. Und sollte das doch mal passieren, bin ich gut vorbereitet: ich betreibe die Kamera immer mit zwei eingelegten Speicherkarten und habe somit ein Sofort-Backup. Im Einsatz sind ausschließlich Speicherkarten der Stufe „Extreme“ und „Extreme Pro“ und garantieren sehr schnelle Übertragungsraten.

Sanyoo Eneloop Akkus

Auf der Suche nach guten Akkus, hört man gerade unter Fotografen immer nur einen Namen: Sanyoo. Was soll man sagen? Das kann ich nur bestätigen! Die Akkus sind langlebig, günstig und entladen sich so gut wie nicht von selbst.

Kinotehnik Displaylupe (3,2 Zoll)

Wer schon mal versucht hat, bei hellem Sonnenschein ein Bild direkt auf dem Kameradisplay zu beurteilen, weiß dass dies kaum möglich ist. Daher habe ich mir für meine beiden 5D Mark III eine Displaylupe zugelegt. Diese vergrößert nicht nur das Bild um den Faktor 2,2, sondern ermöglicht auch ein helles und blendfreies Betrachten der Fotos direkt auf der Kamera.

 

 

Copyright © 2013-2017 by Julian Link Photography & Design - Impressum